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Im Hörraum entschieden wir uns für eine fast parallele, kaum eingewinkelte Anordnung der Lautsprecher, die auf 60 cm hohen, stabilen Füßen mit 50 cm Luft im Rücken platziert wurden. So bauten sie ein faszinierend weiträumiges Klangbild auf. Die räumliche Wirkung erstreckt sich enorm in die Tiefe, ohne dabei den Nahbereich zu vernachlässigen: Eva Cassidy („Ain't no Sunshine" auf „Best audiophile Voices") stand zum Greifen real vor den Lautsprechern, und man meinte, um sie herum gehen zu können. Großartig gerieten Carl Orffs „Carmina Burana" in der Telarc-Aufnahme: Der beeindruckende Chor stand weit aufgefächert, und einzelne Stimmen waren klar herauszuhören. Diese Aufnahme demonstrierte auch überzeugend, zu welcher Tiefbassleistung die doch recht zierlichen Schallwandler in der Lage sind: In der Schlusssequenz fährt Orff mit den Kesselpauken schweres Geschütz auf. Die Anschläge lösen Explosionen aus, und Tiefbasswellen durchfluten den Raum - Take Five stellt auch das glaubwürdig dar. Die Grenzen der Lautsprecher werden dabei allerdings deutlich: Sobald Tiefbass auf dem Programm steht, ist die Dynamik limitiert. Wenn die zierlichen Tieftonmembranen überfordert sind, machen sie das unüberhörbar klar: Die Verzerrungen steigen sprunghaft an. Auch wenn Markaudio die Schwingspulen sehr langhubig konstruierte, wachsen die Bäume in dieser Beziehung nicht in den Himmel. Glücklicherweise ist das aber auch gar nicht erforderlich: Die Alpair-Chassis lösen das musikalische Geschehen nämlich schon bei sehr geringer Lautstärke faszinierend fein und detailverliebt auf. Sie können, brauchen aber auch keine große Lautstärke, um wirklich alles aus einer Aufnahme herauszukitzeln. Die Räumlichkeit und die tonale Souveränität faszinieren auch bei verhaltener Lautstärke.

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